Was ist Schlafapnoe

Lautes, unregelmässiges Schnarchen, das durch Atemstillstände (Apnoen) von mehr als 10 Sekunden Dauer unterbrochen wird, weist auf eine folgenschwere Erkrankung hin: die obstruktive Schlafapnoe. Bei der obstruktiven Schlafapnoe bleibt dem Erkrankten mindestens10 Mal pro Stunde die Luft weg und solche Atmungsblockaden können bis zu 600 Mal pro Nacht auftreten.

In der Schlafmedizin unterscheidet man grundsätzlich zwischen den so genannten schlafbezogenen Atmungsstörungen (SBAS) der oberen Atemwege mit Obstruktion und den SBAS ohne Obstruktion. Zu der SBAS mit Obstruktion gehören die obstruktive Apnoe sowie die gemischte Apnoe. Die zentrale Schlafapnoe zählt zu den SBAS ohne Obstruktion der oberen Atemwege.

Die obstruktive Schlafapnoe

Obstruktion heisst „Verschluss“. Bei der obstruktiven Apnoe verschliesst sich während des Einatmens der Rachen durch eine über mässige Erschlaffung der Schlund- und Mundbodenmuskulatur sowie durch einen erhöhten Gewebsdruck von aussen . Somit kann kein Sauerstoff in die Lunge gelangen, der Patient droht zu ersticken.

Die gemischte Schlafapnoe

Die meisten Patienten, die im schlafmedizinischen Labor des Krankenhauses untersucht werden, weisen eine gemischte Apnoe auf. Die Apnoe beginnt mit einem zentralen Anteil und endet mit einem obstruktiven Anteil. "Diese Form der Apnoe ist statistisch gesehen die häufigste Form der nächtlichen Schlafapnoen .

Die zentrale Schlafapnoe

Bei dieser weniger häufigen Form der Schlafapnoe unterbleibt der vom Gehirn gesteuerte Reflex während des Schlafens, die Atmung aufrecht zu erhalten, es kommt zu Atemstillständen ohne Verlegung der oberen Atemwege.

Die unmittelbaren körperlichen Reaktionen unterscheiden sich bei der obstruktiven und gemischten Form der Apnoe kaum. Das Gehirn reagiert auf die Atemsignale der Sauerstoffmangel im Blut und die Verminderung des Herzschlages stellen eine Bedrohung für den Menschen dar und löst eine Überlebensreaktion aus: Der Schlafapnoiker erwacht, meist unbewusst, holt mit einem lauten Schnarcher Luft und beginnt wieder zu atmen, so dass sich die Sauerstoffsättigung im Blut sowie der Herzschlag normalisieren können. Beim nächsten Atemstillstand beginnt dieser Ablauf erneut.

Statt eines ruhigen Nachtschlafes erlebt der Schlafapnoiker ohne sich dessen bewusst zu sein eine Folge von Atemstillständen. Nur die Folgeerkrankungen und bestimmte Symptome lassen den Rückschluss auf Schlafapnoe zu.

 "Insgesamt leiden ca. 1- 2% der Bevölkerung (d.h. fast 2 Mill. Menschen in

Deutschland) an der Schlafapnoe", sagt Dr. R. Lund, Leiter des Schlaflabors für

Schlaf- und Atemregulationsstörungen im Zentralkrankenhaus Gauting.

Die Schlafapnoe verschlechtert daher nicht nur die Lebensqualität aufs

drastische, mitunter dramatische Weise, sondern auch die

Überlebenswahrscheinlichkeit!

Nach einer neusten Untersuchungen des HUK-Verbandes zu tödlichen Unfällen auf

Autobahnen ist mit 24% der Fälle Einschlafen am Steuer ist die häufigste

Ursache (Bayer. Staatsministerium des Inneren).

Neuste Ergebnisse zeigen, daß bei 50- 70% der Schlafapnoiker eine

Bluthochdruckerkrankung vorliegt, in der Gesamtbevölkerung leiden aber nur 10-

20% an einem arteriellen Hochdruck ( Prof. K. H. Rühle ). Anderseits findet sich

bei ca. 30% der Hochdruckpatienten eine Schlafapnoe, so daß die Schlafapnoe als

eine Ursache des Bluthochdrucks angenommen wird.

Leider wird die Schlafapnoe meist nicht als Krankheitsursache festgestellt,

sondern lediglich deren Folgen behandelt.

Symptome

lautes, unregelmäßiges Schnarchen

ständige Müdigkeit

gehäufter Einschlafzwang am Tag

Tagesmüdigkeit

verminderte Leistungsfähigkeit (körperlich und geistig)

Konzentrationsschwäche

Nervosität, Gereiztheit

Kopfschmerzen

Alpträume

Depressionen

sexuelle Funktionsstörungen, Impotenz

Bettnässen bei Kindern

Schwindelattacken

Persönlichkeitsveränderungen

Übergewicht

nächtliches Schwitzen

..............und viele andere Dinge

Folgen

Bluthochdruckerkrankungen

Herzrhythmusstörungen

koronare Herzerkrankungen

Depressionen

Zuckerkrankheit

nächtliches Nasenbluten

Unfallgefahr

Herzinsuffizienz

Herzinfarkt

plötzlicher Herztod

Schlaganfall

............?

Behandlung

Bei manchen Patienten genügt es, wenn sie abnehmen und auf Alkohol, Nikotin

sowie Schlaf- und Beruhigungsmittel verzichten.

Andere werden mit dem Medikament "Theopyllin" behandelt.

krankhafte Vermehrung der roten Blutkörperchen

Nebenwirkungen: Herzrasen, Schlafstörungen, die man ja eigentlich durch die

Therapie beheben möchte.

Patienten mit einem ausgeprägten Schlafapnoe-Syndrom brauchen eine mechanische

Atemhilfe, ein so genannten CPAP-Gerät.

Dem Kranken wird über eine bequeme Nasenmaske Luft in die Atemwege geleitet.

Durch den Luftstrom wird der Rachen des Patienten freigehalten und sowohl das

Schnarchen als auch die Apnoen verschwinden.

 

 

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